14. November 2020
10.00 Uhr
Schichten der Erinnerung und wie sie gemacht werden
Topografie des Exils

Stadtspaziergang mit Peter Pirker (Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck)

Eintritt frei, beschränkte Teilnehmer_innenanzahl.
Anmeldung erforderlich bei nora.walch@exilforschung.ac.at bis 23. September 2020.
Treffpunkt wird nach Anmeldung bekanntgegeben.

Zum Spaziergang:
Auf der ausgewählten Route vom Burgtor zum Diana Budisavljević-Park liegen laut www.porem.wien mehr als 80 Erinnerungszeichen (und eine Baustelle), die seit 1945 geschaffen wurden und als Artefakte der Erinnerungspolitik in Wien zu Austrofaschismus und Nationalsozialismus betrachtet werden können. Sie sind Schichten der Gedächtnisbildung zuzuordnen und deren Revision, Kommentierung und Erweiterung. In ihnen sind außerdem unterschiedliche Erinnerungspolitiken materialisiert. Neben der Analyse dieser symbolischen Anlagerung wird bei der Exkursion vor allem das Verhältnis von sozialem Erinnerungsbegehren und politischem Erinnerungsbedarf thematisiert. 

Der Spaziergang ist Teil der Reihe Topografie des Exils, die in Kooperation mit der Österreichischen Exilbibliothek (Literaturhaus Wien) und Synema organisiert wird. Die anderen beiden Spaziergänge finden ebenfalls im September statt:
Hier gelangen Sie zum Spaziergang „Wiener Verortungen“ (5. September) mit Christoph Reinprecht und Nora Walch.
Hier gelangen Sie zum Spaziergang „Westend Stories“ (26. September) mit Ursula Seeber, Veronika Zwerger, Brigitte Mayr und Michael Omasta.

Foto (c) Literaturhaus Wien