Die öge-FrauenAG

Der Jahresbericht der Frauen-AG für 2016, erstellt von Ursula Stern:
Jahresbericht Frauen-AG

Der Bericht von März 2018 bis Februar 2020: Bericht 2018-2020 Frauen-AG

Mit der Gründung der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung im Jahr 2002 hat sich gleichzeitig eine eigenständig und transdisziplinär arbeitende Frauen-Arbeitsgemeinschaft gebildet, in der sich Vertreterinnen verschiedenster wissenschaftlicher und künstlerischer Disziplinen, Studierende, Zeitzeuginnen und am Thema Interessierte zusammenfinden. Die öge-frauenAG hat sich die Sichtbarmachung und Aufarbeitung von genderspezifischen Forschungslücken und -desiderata in der Exilforschung, von denen es nach wie vor zahlreiche gibt, zum Schwerpunkt gesetzt. Dabei soll auch die Zeit der politischen Verfolgung ab 1934 sowie die nicht gelungene Flucht vor dem Nationalsozialismus als Forschungsgegenstand einbezogen werden.

Es gilt
– Lebensspuren von Frauen, die verfolgt wurden und/oder sich im Widerstand engagierten, zu dokumentieren und als Teil der österreichischen Geschichte zu begreifen
– vergleichende Biographie-und Rezeptionsforschung aus frauen-und genderspezifischer Perspektive und in interdisziplinärer, generationenübergreifender Zusammenarbeit durchzuführen und zu unterstützen
– geschlechtsspezifische Unterschiede in der Wahrnehmung von Brüchen und Kontinuitäten, die spezifische Rolle von Frauen unter den Bedingungen nationalsozialistischer Herrschaft in Österreich sowie
– individuelle und kollektive Spätfolgen von Verfolgung und Vertreibung zu untersuchen

Methodisch geschieht dies u.a. durch oral history-Projekte sowie Gesprächsrunden mit Exilantinnen und Remigrantinnen, Vorträge, thematische Diskussionen, Symposien, Ausstellungen und durch die Sicherung von Quellen zur genderspezifischen Exilforschung, u.a. in einem audio-visuellen Frauen- Exilarchiv.

Ziel ist es, die Erfahrungen und Leistungen der verfolgten und vertriebenen Frauen sichtbar zu machen und die demokratischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen, die durch Austrofaschismus und Nationalsozialismus abgebrochen wurden, aufzuzeigen.

Die öge-frauenAG will allen Frauen, die an einer genderspezifischen Exilthematik interessiert sind, ein interdisziplinäres Netzwerk und eine Plattform zum Erfahrungsaustausch bieten.
Wir laden somit alle Interessierten herzlich ein, sich der frauenAG anzuschließen.

Über uns: Die öge–frauenAG