Erklärung der öge zur Situation in der Ukraine

Der vom russischen Präsidenten Putin angeordnete Angriff auf die Ukraine treibt Hunderttausende Menschen in die Flucht. Die EU (Europäische Kommission) hat zugesichert, ihnen unverzüglich und ohne Asylverfahren Aufnahme und Schutz zu gewähren, was sehr zu begrüßen ist. In diesem historischen und erschütternden Moment erscheint es der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (öge) gleichzeitig auch unerlässlich, daran zu erinnern, dass Menschenrechte universell gelten müssen. Während uns berührende Berichte über Solidarität und Gastfreundschaft gegenüber den aus der Ukraine flüchtenden Menschen erreichen, sind viele Tausende Geflüchtete, die sich in Europa Schutz vor Krieg, Not und Verfolgung erhoffen, an den Außengrenzen Europas – jenen zu Belarus, im Mittelmeerraum, auf den griechischen Inseln und auf dem Balkan – Gewalt und lebensbedrohlichen, unwürdigen Umständen ausgesetzt. Die Menschen, die sich durch den durch nichts zu rechtfertigenden Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine zur Flucht gezwungen sehen, brauchen unsere ganze Solidarität, und auch Österreich muss seine Grenzen vorbehaltslos für sie öffnen. Gleichzeitig möchte die öge mit Nachdruck betonen, dass auch Menschen aus anderen Teilen der Welt ein Recht auf Schutz, Zuflucht und Aufnahme haben. Auch in Bezug auf sie dürfen die Menschenrechte nicht ausgesetzt werden.

Solidarität mit der Ukraine und mit dem Protest russischer Wissenschafter*innen – Bitte um Verbreitung!